2026 kann künstliche Intelligenz jedes Video berühren und genau darum wird echtes, durchdachtes Bewegtbild wieder zum Unterschied. Video Marketing (oder Videomarketing) bleibt der stärkste Kanal, um komplexe Botschaften verständlich zu machen. In der Schweiz nutzen rund 89 % der 15- bis 75-Jährigen Social Media, und wer 2026 kein Video plant, verliert Reichweite. Die gute Nachricht: Du musst nicht jeden Hype mitmachen nur die paar Trends, die wirklich auf Reichweite, Vertrauen und Conversions einzahlen. Hier sind sie, kurz und auf den Punkt.
Trend 1: KI ist überall, der Mensch macht den Unterschied
Schätzungen zufolge sind 2026 rund drei von vier Marketing-Videos KI-generiert oder KI-unterstützt. Schweizer Unternehmen, die KI in der Content-Produktion einsetzen, veröffentlichen mit gleichem Aufwand ein Mehrfaches an Inhalten. Der Haken: Wenn alle dieselben Tools nutzen, sieht auch alles gleich aus. Der Differenzierer 2026 ist nicht «mit KI gemacht», sondern «hat etwas zu sagen». Das passt zum Schweizer Markt, der Substanz und Glaubwürdigkeit über lautes Marketing stellt. Nutze KI für die Fleissarbeit im Hintergrund und setze auf Konzept, Story und eine Handschrift, die kein Baukasten liefert. Genau da liegt der Wert eines handgezeichneten Erklärvideos: individuell, markeneigen, unverwechselbar.

Trend 2: Kurz, vertikal, mobil: Short-Form ist Standard
Die durchschnittliche Videolänge schrumpft seit Jahren, unter 60 Sekunden ist längst normal. Hochkant und für den Daumen gebaut gewinnt, auch im Schweizer B2B: LinkedIn (rund 2.7 Mio. Nutzende in der Schweiz) und Instagram Reels sind die am schnellsten wachsenden Video-Kanäle. «Snackable» heisst dabei nicht oberflächlich. Ein 30-Sekunden-Clip, der eine Sache klar macht, schlägt das dreiminütige Erklärstück, das niemand zu Ende schaut. Denk in Serien aus kurzen, fokussierten Videos statt in einem langen. Mehr dazu bei den Vertical Videos.

Trend 3: Tonlos by Design. Videos, die ohne Ton funktionieren
Ein grosser Teil der Videos wird stumm angeschaut, im Zug, im Grossraumbüro, im Feed. 2026 planst du das von Anfang an ein: fest eingebrannte, gut lesbare Untertitel (keine automatischen Browser-Captions) und eine Bildsprache, die auch ohne Stimme trägt. In der Schweiz kommt ein rechtlicher Aspekt dazu. Das Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) verlangt von öffentlichen Stellen barrierefreie Kommunikation: Untertitel, guter Kontrast und teils Gebärdensprache. Barrierefreiheit ist damit kein Nice-to-have, sondern erreicht wirklich alle Zielgruppen.
Trend 4: Echt schlägt Hochglanz. Authentizität gewinnt
Menschen vertrauen Menschen. Ungeskriptete Einblicke, echte Mitarbeitende, Gründer:innen und Fachleute vor der Kamera schlagen die überproduzierte Werbeoptik, gerade im Schweizer B2B, wo Vertrauen und eine gewisse Zurückhaltung die Währung sind. Das heisst nicht «billig», sondern nahbar, ehrlich, mit einem Gesicht. Ein Imagefilm mit echtem Team wirkt heute stärker als jede Stockaufnahme.
Trend 5: Interaktiv & shoppable
Videos werden zur Handlungsfläche. Umfragen, Quizze, verzweigte Storylines und anklickbare Hotspots holen die Zuschauer aus der passiven Rolle. Auf Instagram, TikTok und YouTube markierst du Produkte direkt im Video und verkaufst sie mit einem Klick, ohne Umweg. Für erklärungsbedürftige Angebote heisst das: erklären und konvertieren im selben Clip.
Trend 6: Mehrsprachig gedacht
Für die Schweiz ist Mehrsprachigkeit kein Trend, sondern Alltag. Ein Video, das in Deutsch, Französisch und Italienisch funktioniert, erreicht das ganze Land, statt nur eine Sprachregion. Plane die Sprachversionen von Anfang an mit, ob als professionelle Vertonung oder als Untertitel, statt sie teuer nachzurüsten. So sprichst du jede Region in ihrer Sprache an und holst aus einem Konzept den maximalen Reichweiten-Effekt heraus.
Trend 7: Connected TV
Streaming hat das klassische Fernsehen überholt, ein Grossteil der Haushalte schaut über internetfähige TVs. Für Werbetreibende öffnet sich damit ein Kanal, der die Reichweite von TV mit dem Targeting des Digitalen verbindet. Dein Video sollte 2026 nicht nur fürs Handy, sondern auch für den grossen Screen funktionieren.
Trend 8: Video SEO & KI-Suche
Das beste Video bringt nichts, wenn es niemand findet. 2026 heisst das: Videos für YouTube und Google optimieren, und zunehmend für KI-Antwortmaschinen, die Inhalte zusammenfassen. Auch in der Schweiz suchen immer mehr Leute zuerst über ChatGPT & Co. Klare Titel, Transkripte, strukturierte Daten und ein sauberes Thumbnail bleiben Pflicht. Wie das geht, zeigt unser Guide zu Video SEO 2026.
Fazit: In der KI-Flut gewinnt, wer etwas zu sagen hat
Der Schweizer Social-Media-Markt ist reif. Wachstum kommt nicht mehr von mehr Posts, sondern von besseren. Digital-Detox ist ein echtes Bedürfnis, die Aufmerksamkeit knapp. Was bleibt, ist die Idee dahinter: eine klare Botschaft, eine Geschichte, die hängen bleibt, mehrsprachig gedacht und für alle zugänglich. Kurz, tonlos-tauglich, ehrlich und auffindbar — und mit einem Konzept, das kein Algorithmus von der Stange liefert.
Vereinbare eine kostenlose Beratung mit unseren Video-Experten. Gemeinsam vereinfachen wir eure Kommunikation.